Urologische Komplettvorsorge

die gesetzliche Krebsvorsorge umfasst nicht alle urologischen Krebserkrankungen. Daneben verlaufen viele bösartige urologische Erkrankungen anfänglich ohne jegliche Beschwerden. Mit Hilfe moderner diagnostischer Methoden können urologische Krebserkrankungen jedoch bereits in diesem Frühstadium entdeckt und noch geheilt werden.

 

Bösartige Tumoren der Vorsteherdrüse (Prostata) liegen in der Krebstodesursachenstatistik für Männer über sechzig Jahre bereits an erster Stelle. Zunehmend erkranken jedoch auch jüngere Männer an einem solchen Tumor. Eine Heilung ist jedoch nur möglich, wenn diese Tumoren in einem Frühstadium entdeckt werden. Die Krebsvorsorge der Prostata erfolgt nach dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung nur mittels einer Tastuntersuchung mit dem Finger. Hierdurch können bei ausreichender Erfahrung jedoch nur etwa die Hälfte der Prostatakrebse frühzeitig erkannt werden. Wir halten daher eine zusätzliche transrektale Ultraschalluntersuchung der Prostata (durch den Enddarm durchgeführt) für eine sinnvolle Ergänzung der Diagnostik zur Früherkennung von Prostatakrebs, da diese Untersuchung sehr informativ ist hinsichtlich der Anatomie und kritischer Veränderungen. Daneben kann über eine Bestimmung des prostataspezifischen Antigens, des PSA-Wertes, eine weitere erhebliche Verbesserung der Früherkennung erreicht werden.

 

Aufgrund der steigenden Zahlen von Tumoren der Harnblase sehen wir eine genaue Untersuchung des Urins, beispielsweise auf für das Auge unsichtbare Blutbeimengungen, als unabdingbar an.

 

Heutzutage werden die meisten Tumoren der Niere durch eine Ultraschalluntersuchung entdeckt, welche aus anderen Gründen durchgeführt wurde, ohne dass Beschwerden von Seiten der Nieren bestanden (sogenannte Zufallsbefunde). Solche zufällig entdeckten Tumoren sind in den meisten Fällen von einer geringen Grösse, so dass sie mittels einer Operation noch entfernt und damit geheilt werden können. Eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und ggf. der Harnblase stellt somit ebenfalls eine sinnvolle Erweiterung der allgemeinen Krebsvorsorgeuntersuchung dar.

 

In der Europäischen Union (EU) erkranken jedes Jahr 130.000 Menschen an Darmkrebs. Da sich Darmkrebs in der Regel langsam aus Vorstufen, den Dickdarmpolypen, entwickelt, besteht die Möglichkeit, durch Erkennen und Entfernen der gutartigen Vorstufen das Erkranken an Darmkrebs zu verhindern. Ferner ist ein bereits vorhandener Darmkrebs, wenn er in einem frühen Stadium erkannt wird, in etwa 90 % der Fälle heilbar. Wird er dagegen erst in einem schon fortgeschrittenen Stadium festgestellt, ist die Chance auf Heilung nur noch sehr gering. Der Hinweis auf das Vorliegen von Dickdarmpolypen oder eines frühen Stadiums des Darmkrebses ist in vielen Fällen möglich durch eine Untersuchung des Stuhls auf verstecktes Blut. Eine solche Untersuchung wird in Form der Auswertung von drei Stuhltestbriefchen im Rahmen des gesetzlichen Vorsorgeprogramms auch von den gesetzlichen Krankenkassen einmal jährlich übernommen. Diese Stuhltestbriefchen sind jedoch mit einigen Fehlerquellen behaftet. So ist beispielsweise das Vorliegen einer Mindestmenge von verstecktem Blut im Stuhl erforderlich, damit sie ein positives Ergebnis anzeigen. Umgekehrt können sie ein positives Ergebnis vortäuschen, wenn bestimmte Stoffe in der Ernährung und damit im Stuhl vorliegen, welche in dem unspezifischen Stuhlbriefchentest wie Blut reagieren. Ein solches Testergebnis würde in diesen Fällen die unnötige Durchführung einer Darmspiegelung nach sich ziehen, welche nicht nur weitere Kosten für Ihre Krankenkasse verursacht, sondern natürlich auch für Sie als Patient eine unangenehme Untersuchung darstellt. Der von uns über unsere privatärztliche Laborgemeinschaft angebotene immunologische Test auf Blut im Stuhl erfasst schon geringe Mengen an Blut im Stuhl, wobei lediglich menschliches Blut angezeigt wird, so dass keine Beeinflussung durch die Ernährung möglich und damit keine besondere Diät notwendig ist. Eine Studie ergab, dass mit diesem Test 96 % der Darmkrebse und etwa 70 % der Dickdarmpolypen erkannt werden, wenn zwei Proben von einem Stuhlgang untersucht wurden.

 

Wir möchten Ihnen eine sinnvolle, vernünftige und vor allem qualifizierte Krebsvorsorge anbieten. Dies wird durch eine Erweiterung des gesetzlichen Krebsvorsorgeprogramms durch die vorgenannten diagnostischen Methoden ermöglicht.

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